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Über uns

Was bedeutet eigentlich das Wort Tambourkorps? Nun, im engeren Sinn eine Musikgruppe, bestehend aus Marschtrommeln, klappenlosen Querflöten, Lyren, Großer Trommel und Becken. Das Korps wurde vorwiegend in der Marschmusik und für Signale eingesetzt. Traditionell leitet ein Tambourmajor den Spielmannszug, dazu gibt er während des Marsches mit dem sog. Küs (Stab mit einer Spitze an einem und einer Kugel am anderen Ende) Kommandozeichen. Auch wir haben zwei solcher Tambourmajore und ohne Tambourstab geht gar nichts bei den Ausmärschen.

Das Tambourkorps Bad Westernkotten wurde 1985 gegründet. Wir sind also mal gerade 32 Jahre jung. Aber ganz richtig ist das auch nicht. Aus Erzählungen von älteren Bürgern oder Verwandten haben wir vor Jahren erfahren, dass es schon einmal ein Tambourkorps in unseren Ort gab. Außer ein paar Bilder haben wir leider keine weiteren Unterlagen gefunden. Aber manchmal wendet sich das Blatt auch. Vor einigen Jahren räumte eine Bürgerin einer alt eingesessenen Familie ihren Dachboden auf. Sie fand zwei alte Trommeln mit Koppeln aus alten Militärbeständen und – den Tambourstab ihres Vaters. Dieser ist mit einer Gravur versehen aus der man noch die Jahre 1914 -1920 erkennen kann. Dass ihr Vater damals Tambourmajor war, wusste sie. Aber dass da noch so alte Schätze lagen war bis dahin nicht bekannt. Freundlicherweise stellte Sie uns diese „Antiquitäten“ zur Verfügung. Diese haben in unserem Probenraum einen Ehrenplatz erhalten.

Bereits ein halbes Jahr nach Gründung unseres Vereins wurde unseren Besuchern im Juli 1986 auf dem heimischen Schützenfest eine erste musikalische Kostprobe geboten.

Drei Jahre später haben wir unser erstes Kurkonzert hier in der Kurhalle absolviert. Der Raum platzte aus allen Nähten und die Nervosität in Form von Schweißperlen standen unseren Dirigenten auf der Stirn geschrieben. Einen Teil der damaligen Spielleute sehen sie auch jetzt vor sich sitzen. Mittlerweile sind die Kurkonzerte ein fester Bestandteil in unserem Kalender geworden. Das Programm wechselte im Laufe der Jahre, aber einige Klassiker von damals stehen auch heute noch auf dem Programm.

Musik verbindet über Generationen hinweg. Das können wir hier alle nur bestätigen. Viele unserer Spielleute haben über die Jahre dem Verein die Treue gehalten und ehrlich gesagt, hat man immer wieder das Gefühl ein Teil einer großen Familie zu sein. Unsere jüngsten Spielleute sind 10 Jahre alt und unser „Greenhorn“ ist immerhin schon 72. Der Alterunterschied ist in unseren Reihen kein Problem. Ganz im Gegenteil. Man könnte den Tambourkorps auch als ein Mehrgenerationshaus bezeichnen.

Ein Paar Zahlen zu uns: Wir sind insgesamt 55 aktive Musiker. Davon befinden sich z.Zt. 12 Personen in der Ausbildung. Wir haben 19 Schlagzeuger, 4 Lyristen und 33 Flötisten. Vier Majore sind in unseren Reihen tätig. Zwei davon sind Ehrenmajore die vor 12 Jahren den Stab an die nächste Generation weitergegeben haben. Wir haben ganz alte und ganz junge Freundschaften unter uns. Wenn sie Lust haben, bei uns mitzumachen – wir bilden nicht nur Kinder aus. Unser ältester Jungspieler ist erst im zarten Alter von 47 bei uns angefangen.

Wie viele musikalischen Vereine sind auch wir dem Volksmusikerbund angeschlossen. Dieser Bund bietet zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen an. Wir schicken immer wieder unseren Nachwuchs zu solchen Lehrgängen. Schließlich lässt sich hier die Theorie und Praxis noch vertiefen. Und auch vereinseigene Probenwochenenden gehören in unsere Terminkalender. Letztendlich profitieren Sie von unserer Qualität.

Zu unseren 10-, 20- und 25-jährigen Bestehen haben wir in unserer Schützenhalle unsere Geburtstage mit Konzert und zünftiger Party gefeiert. Und wie das hier so üblich ist, lädt man neben befreundeten Musikvereinen auch das ganze Dorf mit ein. Solche Konzerte werden in der Regel bereits ein Jahr im Voraus geplant und erfordert den Spielleuten so einiges ab. Da werden Probenwochenenden, Register- und zusätzliche Gesamtproben angesetzt. Können sie sich vorstellen, dass man kurz vor dem Konzert nachts von den Musikstücken träumt? Dass der Partner einem morgens beim Frühstück erzählt, man hätte in der letzten Nacht den Radetzky-Marsch gesungen? Alles schon passiert.

Der Marsch ist traditionell die Musik des Tambourkorps. Zu Schützenfesten auf der Straße gespielt, gibt es für die mitmarschierenden Schützen den Ton an. Wer auf dem Paukenschlag nicht richtig mitmarschiert fällt sofort auf. Da wir den Schützenvereinen sehr nahe stehen, ist es nicht verwunderlich, dass wir im Laufe der Jahre 4 Könige, 2 Königinnen und auch einen Kreiskönig in unseren Reihen haben. Hofstaatsmitglieder kann man schon gar nicht mehr zählen.

Informationen

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Proben

Mittwochs - 19:30 Uhr

In unseren Proberaum hinter der Schützenhalle Bad Westernkotten

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